Die »Radiologie Düsseldorf« ist eine Privatpraxis am Medienhafen von Düsseldorf.
Sie hat ihren Standort in den ehemaligen Silos der »Plange Mühle«, einer 1906 erbauten Weizen-
mühle, die heute unter Denkmalschutz steht.
Ziel der Innenarchitektur war, die Geometrie der ursprünglichen Architektur mit ihren 2x5 axial angeordneten, runden Silos in allen Ebenen nachzuzeichnen und somit die Vergangenheit mit der Gegenwart in einem vielschichtigen Gestaltungskonzept mit komplexer radiologischer Technologie zu verbinden und darzustellen. Dafür wurden zunächst die hohlen Siloröhren der Länge nach innen aufgeschlitzt und entkernt.
So entstand eine zentrale Raumachse, von wo aus sich beidseitig in gleichmäßigem Rhythmus die geöffneten Silos zeigen.

Die »Radiologie Düsseldorf« ist eine Privatpraxis am Medienhafen von Düsseldorf.
Sie hat ihren Standort in den ehemaligen Silos der »Plange Mühle«, einer 1906 erbauten Weizen-
mühle, die heute unter Denkmalschutz steht.
Ziel der Innenarchitektur war, die Geometrie der ursprünglichen Architektur mit ihren 2x5 axial angeordneten, runden Silos in allen Ebenen nachzuzeichnen und somit die Vergangenheit mit der Gegenwart in einem vielschichtigen Gestaltungskonzept mit komplexer radiologischer Technologie zu verbinden und darzustellen. Dafür wurden zunächst die hohlen Siloröhren der Länge nach innen aufgeschlitzt und entkernt.
So entstand eine zentrale Raumachse, von wo aus sich beidseitig in gleichmäßigem Rhythmus die geöffneten Silos zeigen.
Ihre Bestandswände aus grob geschaltem Sichtbeton wurden lediglich weiß gestrichen, um die bestehende Struktur erkennbar zu lassen und eine optische Frische zu generieren. 
 
Freistehende, runde Wandsegmente komplettieren die aufgeschnittenen runden Räume. Die beidseitige Bespannung der Segmente mit Pinatex, einem nachhaltigen Material aus gepressten Ananasfasern mit einer natürlichen Struktur, mutet durch eine silberne Beschichtung futuristisch an und soll einen visuellen Bezug zur High- Tech- Diagnostik der Praxis schaffen.
 
Überhohe Glastüren verbinden die weißen Betonwände mit den silbrigen Wandsegmenten und lassen Rundgänge durch die Räume zu.
 
Eine expressive Lamellendecke im Flur erzeugt einen dynamischen Horizont und lässt dennoch Einblicke in die dunkle Rohdecke mit ihren komplexen technischen Elementen zu.
Betritt der Patient die Praxis, so zeigt sich die Decke blau, was für Ruhe und Vertrauen steht und zugleich auf den Rhein verweist, der unmittelbar an der Praxis vorbeifließt und allgegenwärtig ist.
Beim Verlassen erscheint die Decke in Gelb, für Optimismus und körperliche Kraft stehend, was zugleich eine Referenz an den dort vormals gespeicherten Weizen ist.
Alles drängt zum jeweiligen Mittelpunkt der einzelnen runden Innenräume und schafft eine starke Fokussierung der Menschen im Raum.
Die Beleuchtung unterstützt das Raumkonzept in Form von strahlenförmig angeordneten Lichtlinien- als Verweis zur „Durchleuchtung“ der Radiologie. Durch Reflektionen an den runden Wänden entstehen spannende Lichtkegel, wodurch auch eine Verbindung von horizontaler Decke zu vertikaler Wand geschaffen wird.
Die der Kreissystematik folgenden Bodenmaterialien geben Anzeichen auf den Grad der zugeschriebenen Intimität der jeweiligen Orte:
So ist das Zentrum des Flurs mit geschliffenem Estrich belegt, was in der kulturellen Zuschreibung eher einem öffentlichen Bereich entspricht.
Er grenzt an radial verlegtes Eichenparkett, einem eher wohnlicheren Material, welches vom Flur in die jeweiligen Besprechungsräume führt.
 
Angefertigte runde Teppich in der Raummitte des Empfangs mit Wartezone und den Behandlungsräumen verstärken durch den Materialwechsel und durch einen Farbverlauf von Gelb nach Weiß die Intimität und auch die Zentrierung im Raum. Schwebende, weiße Sideboards und große angefertigte Tische, als Kreissegmente konstruiert, drängen auf den räumlichen Mittelpunkt zu und unterstreichen die klare, konzentrierte Atmosphäre. Weiße Vorhänge, auch zur Separierung verwendet wie in klassischen Kliniken, und samtbezogene Sitzmöbel, thematisch zugeordnet in Gelb oder Blau, lösen die strenge Raumgeometrie auf und wirken zudem charmant und weich.
 
Die Umkleidekabinen und ein kleiner Back- Office- Raum sind innen vollständig in intensives Blau getaucht, was eine maximale farbpsychologische Wirkung generiert und somit unmittelbar auf den Menschen wirkt. Tritt man in die MRT- und CT- Untersuchungsbereiche, so ist die Farbwelt dort zurückhaltend Weiß, reduziert auf das Wesentliche.
Unterschiedlich spiegelnde Flächen- im zentralen Flur als Raumkennzeichnungen-, sowie in den Besprechungsräumen, reflektieren subtil die skulpturale Innenarchitektur und das Leben in der Praxis und schaffen unerwartete tiefe „Perspektiven“-korrespondierend zur bildgebenden Diagnostik.
  
Im Logo der Radiologie wird der Grundriss der 10 Silos zum Zeichen. Die Farben Blau und Gelb bilden sich entsprechend der Architektur ab und vervollständigen das außergewöhnliche Gesamtkonzept.




PROJEKTFOTOS:
Peter Kalte Speetproduction
www.speetproduction.com



www.radiologie-duesseldorf.de